Wo gehobelt wird, da fallen Späne, heißt es. Und laut wird es auch. Damit wir unsere Ohren und die unserer Nachbarn nicht strapazieren, haben wir uns frühzeitig um Lärmschutz gekümmert. Das hat uns viele Wochen Arbeit gekostet.


Wenn man sich mit dem Thema Schall beschäftigt, dann lernt man schnell zwei Dinge: Es gibt Luftschall und Körperschall. Luftschall ist, wenn man wie wir anfangs in unserer leeren Halle standen und kaum miteinander sprechen konnten, weil unsere Stimmen so sehr gehallt haben. Das war ziemlich unerträglich für diejenigen, die sich mit im Raum aufgehalten haben. Alle außerhalb des Raumes haben hiervon jedoch nichts gehört. Sie sind erst aufgeschreckt, als wir begonnen haben zu Bohren und zu sägen. Hier kommt der Körperschall ins Spiel: Er überträgt sich – wie der Name schon sagt – über Körper, also die Bausubstanz zum Beispiel. Hämmere ich unten in einem Haus an ein Heizungsrohr, hat das für mich eine normale Hämmerlautstärke. Sie überträgt sich aber über das Rohr und lässt auch all jene aus dem Bett fallen, durch deren Schlafzimmer das Rohr verläuft.

Bassabsorber, Schallschutzwand, Deckensegel

Nur noch wenige Handgriffe sind nötig. bis die Schallschutzwand fertig ist.
Nur noch wenige Handgriffe sind nötig. bis die Schallschutzwand fertig ist.

Michael und Angelika haben viel recherchiert, welche Art von Schallschutz wir für unsere Werkstadt benötigen, um uns selbst und unsere Nachbarn zu schützen. Und wir haben intensiv über die Umsetzung diskutiert. Bassabsorber, Schallschutzwand und Deckensegel haben das Rennen gemacht.

Am Schallschutz haben viele Hände gearbeitet. Die Konstruktionen hat Michael erstellt, Deckensegel hat Angelika umgesetzt. Beim Bassabsorber und der Wand waren auch Holger und Tilman viel im Einsatz.

Für den Schallschutz war spezielles Material notwendig, um den Anforderungen gerecht zu werden. Für die Verkleidung des Schallschutzes haben wir Holzlatten und Odenwaldplatten, also mineralwollhaltige Faserplatten, verwendet. Bassabsorber und Schallschutzwand haben wir mit Steinwolle gefüllt. Für die Deckensegel haben wir von unseren Nachbarn OSB-Platten geschenkt bekommen und mit Theatermolton – schwer entflammbar – umwickelt. Gefüllt wurden diese mit Bio-Dämmhanf. Odenwaldplatten und Steinwolle haben wir von Ralf-Peter geschenkt bekommen, der uns die große Menge mit dem LKW vor die Tür gefahren hat.

Dies war unser bisher aufwändigstes Projekt, an dem wir sicher zwei Monate gearbeitet haben. Grund war nicht nur der aufwändige Bau, sondern auch, weil wir das Spezial-Material beschaffen mussten.
Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Die Macher sind glücklich – und die Nachbarn auch.

Und wir? Haben wieder alles selbst gemacht.

Du hast Fragen zu diesem Projekt? Sprich uns an.

 

Bau der Schallschutzwand

 

Bau des Bass-Absorbers

 

Bau der Akustik-Segel

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